Die
venezolanische Regierung hat den früheren
Präsidentschaftskandidaten Manuel Rosales und mehrere Aktivisten aus der
Haft entlassen. Sie waren bei Protesten gegen die Regierung 2014
inhaftiert worden.

Der Prominenteste der Aktivisten ist Gerardo Carrero. Er hatte eine Gruppe Studenten angeführt, die vor den Büros der Vereinten Nationen in Caracas protestiert hatten. Damit wollten sie auf ein Vorgehen der Regierung gegen
Demonstrationen aufmerksam machen, bei dem zahlreiche Menschen starben.

Rosales selbst kam im Oktober 2015 ins Gefängnis. Ihm wurde
illegale Bereicherung vorgeworfen. Im Jahr 2006 hatte er sich um das
Präsidentenamt beworben. Rosales bestätigte seine Freilassung über
Twitter.

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen
befinden sich noch mindestens 100 Venezolaner im Gefängnis, weil sie Gegner
der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro sein sollen. Vor zwei Monaten begann ein vom Vatikan vermittelter Versuch
eines Dialogs, um Spannungen abzubauen, die auch auf die schwere
wirtschaftliche und politische Krise Venezuelas
zurückgehen.